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Insekten als Nahrungsgrundlage


Insekten bestäuben die Blüten vieler Pflanzen und stellen selber die Nahrungsgrundlage für viele Arten von Vögeln, Fischen, Lurchen, Kriechtieren, Fledermäusen und andere Säugetieren dar. Ein Großteil der in Deutschland heimischen Brutvogelarten ernährt sich von Insekten. Typische Insektenfresser, sind z.B. Heckenbraunelle, Rotkehlchen und Zaunkönig. Sie besitzen einen schlanken, spitzen Schnabel und mit denen sie geschickt Insekten fangen und festhalten können. Doch auch Samenfresser ernähren ihre Jungvögel im Nest mit Insektenahrung. Allgemein stellen Insekten die Nahrungsgrundlage vieler Vogelarten dar. Der allgemeine Insektenrückgang, bedingt durch u.a. verstärkten Pestizideinsatz und Lebensraumverlust, trifft so auch die heimische Vogelwelt.

Werden sie aktiv, um in Ihrem Garten vielfältige und nützliche Insekten anzusiedeln. Schonen sie die Nützlinge, bieten sie Nahrung und Unterschlupf an. Ein blütenreicher Garten mit Stauden, wie z.B. mit Ehrenpreis, Flockenblume Salbei und Lavendel liefernd Nektar- und Pollen. Insektenhäuser, die die in Baumärkten und Genossenschaften angeboten werden können einfach aufgehangen werden und stellen für Insekten Brut- und Überwinterungsmöglichkeit dar.

Insektenhotels können auch einfach selber aus z.B. hohlen Halmen, Ton, Baumscheiben gut getrockneter Horthölzer etc. gebaut werden. Schneiden sie Stauden erst im Frühjahr zurück, die Halme können Insekten noch als Überwinterungsmöglichkeit dienen; bieten sie Totholz in jeder Form in ihrem Garte an.

Hummelnisthilfe - Foto: S. Behr

Achten sie jedoch darauf, dass es sich z.B. bei den Brutröhren für Wildbienen um wasserdampfdurchlässiges Material handelt, damit die Bienenbrut nicht verpilzst. Weiterhin sollten Brutröhren bei selbstgebauten Nisthilfen, nicht ins Kernholz, sondern ins Längsholz gebohrt werden. Somit werden vermehrte Risse im Holz vermieden und die Bienenbrut bekommt keine nassen Füße.

Typischen Nützlinge im Garten:
• Wespen, Bienen und Hummeln leisten wichtige Dienste bei der Schädlingsbekämpfung , besonders die Bestäubungsleistung der Wildbienen liegt sehr hoch. Etwa ein Drittel der Nahrungsmittelproduktion wird von Bestäubung durch Insekten beeinflusst, wobei besonders die Wildbienen eine wichtige Rolle spielen. Hummel bestäuben z.B. die Blüten der Obstbäume auch bei schlechterem Wetter, wenn Bienen schon nicht mehr fliegen.

• Florfliegen: Die Larven der Florfliegen auch als Gold- oder Perlaugebekannt ernähren sich von Schädlingen wie Blattläusen, Blattsaugern und Spinnmilben. Hierbei kann eine einzige Larve der Florfliege in ihrem Leben bis zu 500 Blattläuse vertilgen. Für die Überwinterung kann man den ausgewachsenen Florfliegen einen geeignetes Quartier anbieten.

• Der Marienkäfer ist als energischer Blattvernichter ein Freund jeden Gärtners, die erwachsenen Tiere und Larven ernähren sich von Blattläusen.

• Schmetterlinge: Schmetterlinge bestäuben Pflanzen und leben in Gemeinschaft mit Wildbienen, da sie ähnliche Wildpflanzenansprüche haben. Etwa ein Drittel aller europäischer Schmetterlinge ist vom Aussterben bedroht. Schmetterlinge überwintern in kühlen Räumen und Höhlungen.

• Ohrwürmer: Der Ohrwurm ernährt sich von Blattläusen, Kleininsekten, und Larven und stellt einen wirkungsvollen Schädlingsbekämpfer an Obstbäumen und Sträuchern dar. Als Unterschluft nimmt der Ohrwurm gerne mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe an.


Ohrwurmtopf (Ohrenkneifer)
 

Ohrwurmtopf selbst anfertigen

Befüllen Sie einen frostsicheren Tontopf mit Holzwolle, Moos oder Stroh. Durch das obere Loch ziehen sie einen kleinen Ast oder ein Streichholz und befestigen daran eine Schnur oder ein Drahtseil.Wichtig bei der Anbringung der Tontöpfe ist, dass der untere Tonrand auf kleinen Ästen aufliegt, so gelangen die Ohrwürmer bequem in den Topf hinein und die Füllung kann nicht herausfallen. Ansonsten kann man auch ein Drahtgeflecht in den Topf einsetzen um ein heruasfallen oder herausziehen der Materials zu verhindern.

Die Ohrwürmer befreien den Baum von Schädlingen.

Die Tontöpfe sollten das ganze Jahr über aufgehängt sein, gerade im Winter bieten Sie einen guten Unterschlupf vor der Kälte.


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